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Das Wort "LASER" ist ein Akronym und bedeutet: "Light
Amplification by Stimulated Emission of Radiation". In's
Deutsche übersetzt, heißt dies: "Lichtverstärkung
durch stimulierte Aussendung von Strahlen". In der arthroskopischen
Orthopädie hat sich die Verwendung des Holmium-Yag-LASER´s
bewährt. Der Holmium-Yag-LASER ist ein Feststoff-LASER,
bei dem in Yttrium-Aluminium-Kristallen eingebettete Holmium-Metall-
teile durch eine Blitzlampe angeleuchtet werden. Bei den hierbei
ablaufenden atomaren Prozessen entstehen Photonen, die, abhängig
von Wellenlänge und Frequenz, den Lichtstrahl des LASER´s
ergeben.
LASER-Strahlen können prinzipiell zur Trennung und Entfernung
von Gewebe sowie zur Koagulation eingesetzt werden. Der Holmium-Yag-LASER
kann zur Resektion von Weichteilstrukturen im Kniegelenk, wie
z.B. Gelenkinnenhaut (Synovialis), Knorpel und Meniscus, verwendet
werden und zeichnet sich dabei durch eine äußerst
gewebeschonende Operationstechnik aus.
Während bei den instrumentellen Eingriffen in herkömmlicher
Technik mit Saug- schneide-Instrumenten und motorisierten Shaver-Systemen
lediglich ein Knorpel- debridement, d.h. Entfernung aller lockeren
Teile, möglich ist, gelingt durch gezielte LASER-Ablations-Therapie
eine wesentlich glattere Oberflächensituation.
Trotz wachsender Kenntnisse über Möglichkeiten und
Grenzen einer arthroskopischen LASER-Anwendung am Knorpel bestehen
aber noch zahlreiche ungeklärte Fragen. Elektronenmikroskopische
und klinische Studien werden demnächst auch Aufschluß
darüber geben können, ob bei unsachgemäßer
LASER-Anwendung gegebenenfalls mit thermischen Neben- und Spätwirkungen
zu rechnen ist. Daher ist festzustellen, daß arthroskopische
LASER-Orthopädie nach wie vor nur erfahrenen Operateuren
vorbehalten sein sollte.
Durch den LASER-Strahl resultiert eine ausgezeichnete Blutstillung
bei der arthroskopischen Operation, so daß postoperativ
nur minimale Schwellungen und Nachblutungen zu erwarten sind.
Da das verwendete LASER-Instrument an der Spitze nur einen Durchmesser
von ca. 2 mm hat, kann auch an sonst extrem schwierig und ungünstig
zu erreichenden Gelenkregionen arthroskopisch operiert werden,
ohne daß eine zusätzliche Traumatisierung der Kapsel-
und Gelenkstrukturen notwendig wird.
Aus o.g. Gründen sind Patienten, die mit der arthroskopischen
LASER-Orthopädie behandelt werden, häufig schneller
wieder in der Lage, ihre Arbeit auszuüben oder sich sportlich
zu betätigen, als dies bei konventionell therapierten Patienten
möglich gewesen wäre.
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